Ankleidezimmer

Der Traum vom eigenen Ankleidezimmer

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Ja, diesen Traum haben wohl viele Frauen: Ein eigenes Ankleidezimmer! Ich erinnere mich, wie ich früher beim Frisör oft in den Hochglanzmagazinen geblättert habe und dabei die Fotostrecken bestaunte, in denen die Prominenten das eigene Ankleidezimmer im Luxus-Apartment in Beverly Hills präsentierten. Doch in den vergangenen zwei Jahren habe ich vermehrt den Trend ausgemacht, dass sich immer mehr junge Frauen und auch Paare sich genau diesen Traum erfüllen und ein eigenes Ankleidezimmer in ihrer Wohnung oder dem Haus einrichten. Dies reicht oft von ganz einfachen Varianten, wie beispielsweise einfach nur einem Zimmer, in dem die Kleiderschränke stehen – wie bei meinen Eltern daheim – bis hin zu richtig ausgeklügelten Raum-Systemen. Genau so ein Zimmer haben wir vor kurzem auch bei meiner besten Freundin eingerichtet, und ich muss sagen: Ein bisschen neidisch bin ich schon ;). Doch dazu später mehr.

Ankleidezimmer: erst planen, dann einrichten!

Natürlich muss ein Ankleidezimmer gut geplant werden und in erster Linie muss ausreichend Platz in der Wohnung oder dem Haus vorhanden sein. Es empfiehlt sich, einen Raum von mindestens 10 Quadratmetern Größe zur Verfügung zu haben. Wer es sich leisten kann, dem rate ich außerdem dazu, den begehbaren Kleiderschrank von einem Profi anfertigen zu lassen. Denn die Experten haben ein Auge dafür, den Raum optimal auszunutzen und sorgen dafür, dass selbst ein Ankleidezimmer so schick aussieht, dass man darin mit den Schwiegereltern dinieren könnte.

Für alle, die aber nicht das Geld haben, einen Tischler für die Raumgestaltung zu zahlen, denen möchte ich hier ein paar Tipps geben. Wie bereits oben angedeutet, hat sich meine beste Freundin vor einiger Zeit dazu entschieden, einen kleinen Raum innerhalb der neuen Mietwohnung, die sie mit ihrem Verlobten bezogen ist, zum Ankleidezimmer zu erklären. Der Raum ist um die 10 Quadratmeter groß und eher länglich als quadratisch geschnitten. Zudem geht er vom eigentlichen Schlafzimmer ab und hat auch kein eigenes Fenster – weswegen er auch nicht großartig für andere Dinge genutzt hätte werden können. Die ideale Gelegenheit also, einen begehbaren Kleiderschrank darin einzurichten.

Mein Tipp vorweg: Eine möglichst genaue Planung des Ankleidezimmers vorweg erspart hinterher viel Rumgeräume und Streitereien. Wir wussten von Anfang an gleich, wo welches Kleidungsstück seinen Platz finden sollte und erleichterten uns damit den Einkauf der Möbel und das Einrichten an sich ohnehin. Zuerst haben wir uns hingesetzt und überlegt, was alles im Ankleidezimmer untergebracht werden soll. Zwar sollten neben all der Kleidung auch Taschen und Jacken darin verstaut werden, Schuhe hingegen jedoch nicht. Außerdem arbeitet der Verlobte meiner Freundin als Anwalt, somit trägt er oft Jackets und Anzüge. Meine beste Freundin besitzt außerdem viele Kleider. Also war klar, dass wir vorwiegend Platz brauchen, um Kleidungsstücke auf Kleiderbügeln aufzuhängen.

Für die linke Seite des Raumes planten wir offene Regale, in die Kleiderstangen integriert sind. Hier wurden Jacken und Mäntel verstaut. Gleich daneben ist ein kleines Regal für Mützen, Schals und Handschuhe. Und im hinteren Bereich auf der linken Seite des Raumes befindet sich ein Schrankelement, in dem im oberen Bereich die Jackets und im unteren Bereich die Anzughosen hängen. Die Rückwand des Ankleidezimmers ist mit einem großen Spiegel ausgestattet und links und rechts davon ist Platz für die Taschen meiner besten Freundin. Auf der rechten Seite hat alles Weitere seinen Platz gefunden. Besonders schön finde ich die kleinen Details, die wir in die Schrankwand auf der rechten Seite des Raumes integriert haben. Zum Beispiel gibt es individuelle Schubladen-Elemente. In diesen gerät garantiert nichts mehr durcheinander, da die Schubladen durch Querstreben in kleine Fächer eingeteilt sind und so zum Beispiel die Socken oder Krawatten farblich passend einsortiert werden können. Auch haben wir außen an den Schränken kleine Kleiderhaken angebracht, damit hier auch mal schnell etwas aufgehängt werden kann – wie zum Beispiel ein Morgenmantel.

 

Ankleidezimmer selbst planen und bauen

Die Schubladenelemente lassen sich übrigens mit dem passenden Werkzeug selbst bauen:

Die Mitte des Ankleidezimmers meiner besten Freundin zieren zwei kleine Hocker und eine alte wunderschöne Truhe, die mit weißem Stoff bezogen ist. In der Truhe an sich ist Platz für Bettwäsche und –laken, und auf der Truhe kann man bequem Platz nehmen und seinen Blick im Zimmer umherschweifen lassen, wenn man noch darüber nachdenkt, welches das passende Kleid für das abendliche Essen ist. Alte Schränke und TRuhen lassen sich übrigens wunderbar mit neuen Beschlägen aufmotzen, diese bekommt man schnell und günstig im Onlineshop für Möbelbeschläge oder – wenn man keine ganz besonderen Beschläge sucht, natürlich im Baumarkt nebenan. Neben den Kleiderschrank- und Regalelementen spielt natürlich auch die richtige Beleuchtung eine wichtige Rolle. Gerade wenn kein Fenster in dem potentiellen Ankleidezimmer vorhanden ist, muss hier auf ausreichend Helligkeit geachtet werden. Ein schönes und schmeichelndes Licht zaubert zum Beispiel indirekte Beleuchtung.

Insgesamt ist ein begehbarer Kleiderschrank also eine wunderbare Lösung, die Kleidung aufzubewahren und nicht mehr nur ein Luxus für die Hollywood-Stars. Und wer sich genügend Zeit für die Planung vorweg nimmt, hat später dann auch ein leichtes Aufbauen und Einrichten des Zimmers an sich.