Month: Januar 2016

Zehn Tipps für die Altbausanierung

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Alles-für-HeimwerkerVorab, so wurde mir von meinen Kollegen aufgetragen, hier eine Begriffsdefinition: wenn ich hier von „Altbausanierung“ schreibe, dann meine ich, dass man sich eine nicht mehr ganz neue Wohnung in einem alten Haus gekauft hat, ein altes Häuschen auf dem Land oder eine etwas renovierungsbedürftige Wohnstatt am Stadtrand.

Ich spreche hier nicht von einem in die Jahre gekommenen Luxusanwesen oder einem Altbau in der Innenstadt, denn bei Vorhaben dieser Art gilt es, unzählige Auflagen zu beachten, unter anderem den Denkmalschutz. Wer sich also ein denkmalgeschütztes Haus gekauft hat, sollte sich zuerst an einen Experten wenden und vorher keinesfalls selbst Hand anlegen. Besser noch: vor dem Kauf genau kundig machen, was an Vorschriften und Auflagen auf einen zukommt! Grundsätzlich sollte man sich, bevor man an der Fassade grobe Veränderungen vornimmt, auf das Gemeindeamt im Wohnort gehen und sich erkundigen, was erlaubt bzw. verboten ist, auch an baulichen Maßnahmen an der Außenseite. Es gibt durchaus Wohnlagen, in denen man nicht einfach einen x-beliebigen Balkon montieren darf, sondern sich an „örtliche Gegebenheiten“ halten muss.

Jetzt aber genug Gesetzestext. Gehen wir davon aus, Du willst ein kleines Häuschen oder eine Wohnung kaufen, kein Neubau, und möchtest vor Deinem Einzug alles perfekt renovieren. Worauf gilt es zu achten?

Vor dem Kauf solltest Du folgende Punkte kontrollieren:

  • Wie sieht es mit den Wasserleitungen und Wasseranschlüssen aus? Sind diese erstens vorhanden, zweitens intakt und drittens dort, wo sie sein sollen? Wasserleitungen neu verlegen oder austauschen ist teuer – überlege Dir gut, ob Du das willst! Das Gleiche gilt für die Stromleitungen und den Kanalanschluss. Wenn Du hier unsicher bist, nimm einen Experten mit!
  • Sind die Wände trocken? Wie sehen die Räume in Keller und Erdgeschoß aus, ist Feuchtigkeit erkennbar (Flecken an den Wänden, vom Boden kommend oder im ersten Stock vom Dach kommend)? Feuchte Wände sind nicht das schlimmste Problem, das auftauchen kann, Du solltest aber abklären, woher das Wasser kommt und Dich kundig machen, was eine Mauertrockenlegung kosten würde.
  • Wie sehen die Fenster aus? Sind sie dicht, dringt Wasser ein, sind um die Fenster Flecken an den Wänden? Wurden die Fenster gut gepflegt, im Falle von Holzfenstern, splittert der Lack ab, ist bereits Feuchtigkeit ins Holz eingedrungen? Können die Fenster noch bleiben oder müssen sie ausgetauscht werden?
  • Wie sieht es mit der Dämmung aus? Dämmen spart Heizkosten!
  • Ist das Dach dicht, ist es schon einmal erneuert worden oder wird das bald nötig?
  • Gibt es Beschädigungen an den Wänden, innen oder außen, zum Beispiel Risse?
  • Wenn es Balkone oder Terrassen gibt, in welchem Zustand sind diese, sind die Geländer stabil?
  • Gibt es Spuren von Schimmel? Acht hier vor allem auf versteckte Winkel in den Räumen und im Keller!
  • In welchem Zustand sind Badezimmer und Toiletten? Können die Fliesen an den Wänden bleiben oder musst Du die Sanitärräume generalsanieren?
  • Wie sehen die Böden aus? Sind es Holzböden, die Du abschleifen kannst oder sind es Kunststoffböden, die Du herausreißen möchtest?

Lasse Dich vor einem Kauf unbedingt von Experten beraten, damit Du nicht in unvorhergesehene Kosten schlitterst!